Austausch Amiens 28.03.-05.04.2017

Der Schüleraustausch nach Amiens mit unserer Partnerschule, dem Collège Frédéric Joliot- Curie in Longeau fand vom 28.März bis zum 05.April 2017 statt.

26 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 7 bis EF machten sich am Morgen des 28.März in Begleitung von Frau Potthast und Herrn Müller-Antholz auf den Weg in die etwa 140 Kilometer nördlich von Paris gelegene Stadt Amiens.

Am Spätnachmittag erreichten wir die Schule in Amiens und wurden herzlich begrüßt. Anschließend wurden wir in unsere Gastfamilien eingeteilt und fuhren mit ihnen nach Hause, sodass wir den restlichen Nachmittag und Abend Zeit hatten, die Familien erst einmal kennenzulernen.

Am Mittwoch gegen 9 Uhr begannen wir mit einer Schulführung und im Anschluss daran wurden wir von dem stellvertretenden Schulleiter und zwei Lehrerinnen von französischer Seite (Mme Kassel, verantwortliche Deutsch-Lehrerin und Mme Lesage, Latein-Lehrerin) noch einmal persönlich willkommen geheißen.

 

Es folgte ein kleines Willkommensfrühstück, bei dem sich die Deutschen und Franzosen etwas näher kamen und anfingen zu kommunizieren.

Danach besuchten wir mit unseren Austauschschülern den Unterricht, wo sich erste Unterschiede zwischen den Schulsystemen zeigten, zum Beispiel die festgelegten, individuell eingerichteten Räume der Lehrer.

Den Nachmittag konnten wir frei gestalten; viele gingen in die Stadt Amiens, um einige Souvenirs zu kaufen oder nach Klamotten zu schauen.

Gegen Abend gingen wir nach Hause und ließen den Tag mit unseren Gastfamilien bei leckerem Essen ausklingen.

Am nächsten Morgen hatten wir erneut Unterricht mit unseren Austauschpartnern. Als Alternative dazu gingen einige deutsche Schülerinnen und Schüler in das sogenannte CDI (Centre de documentation et d’information).

Das CDI ist ein großer Raum der Schule, in dem Schüler unter Aufsicht einer Lehrkraft in Ruhe lesen, sich mit Material über bestimmte Sachverhalte informieren oder im Internet für ein Projekt o. ä. recherchieren.

Nach dem Mittagessen in der Schulkantine oder in den Gastfamilien fuhren die deutschen Schülerinnen und Schüler mit dem Bus in die Innenstadt Amiens.

Dort führte uns eine sehr nette deutschsprachige Dame durch die Stadt und erklärte nebenbei. Im Anschluss daran gingen wir in die unglaublich große und beeindruckende Kathedrale von Amiens, welche seit 1998 auch Teil des Weltkulturerbes der UNESCO ist.

Während der Führung erfuhren wir viel über die Maße, den gotischen Baustil und natürlich auch über baugeschichtliche Merkmale des Bauwerks.

Danach blieb noch etwas Zeit übrig für ein Eis oder Souvenirs, bevor wir uns auf den Rückweg zur Schule machten und den Abend mit unseren Gastfamilien verbrachten.

Der Freitagmorgen begann wieder mit dem Besuch des Unterrichts bei unseren Austauschschülern. Nach dem Mittagessen stiegen wir in unser Projekt mit dem Thema „Paris, die Seine und die Kunst“ ein.

Dabei wurden die Schüler in 2 Hauptgruppen unterteilt (7. + 8. Klasse und 9. Klasse). Diese relativ großen Gruppen mussten anschließend erneut in kleinere Gruppen aufgespalten werden, sodass alle Projektthemen besetzt werden konnten.

Die Kleingruppen recherchierten im Internet über die Inhalte ihrer Themen und schrieben dies am Computer nieder.

Nach der Projektarbeit hatten einige von uns noch Unterricht.

Danach waren wir ziemlich erschöpft und auch froh, uns auf den Heimweg machen zu können.

Am Wochenende konnten wir mit unseren Austauschschülern das Programm selbst und individuell gestalten.

Viele begaben sich in die malerische Altstadt, besuchten Museen oder Konzerte, übten sportliche Aktivitäten aus oder gingen ins Kino.

Am Samstagabend trafen wir beispielsweise beim gemeinsamen Bowling andere deutsche Schüler mit ihren Austauschpartnern wieder und genossen den gemütlichen Abend, bei dem der Spaß definitiv nicht zu kurz kam.

Am Montag machten wir uns alle zusammen schon sehr früh mit dem Bus auf den Weg in die Hauptstadt Frankreichs.

Nach einer etwa zweistündigen Fahrt erreichten wir Paris und begaben uns dort zunächst zu einer Anlegestelle, von der wir eine einstündige Bootsfahrt über die Seine, den Fluss im Norden Frankreichs, starteten. Während der Fahrt konnten wir berühmte Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt wie den Eiffelturm, den Louvre und Notre-Dame entdecken und bekamen zusätzlich Informationen über die Architektur der Bauwerke. Des Weiteren machten wir schöne Fotos und genossen das herrliche Wetter an Deck.

Danach folgte eine dreiviertelstündige Mittagspause, bevor wir in der „Conciergerie“ die Möglichkeit bekamen, die königliche Residenz und das Gefängnis unter der französischen Revolution zu entdecken.

Wir erfuhren so einiges über das prachtvolle Symbol der königlichen Macht (Monarchie) und die mittelalterlichen Säle (z.B. Revolutionssäle).

Im Anschluss daran bekamen wir noch etwas Stadtfreizeit, in der wir durch die Läden bummelten, Souvenirs für unsere Familien und Freunde kauften oder einfach nur das sommerliche Wetter genossen.

Zuletzt durften wir den Eiffelturm von Nahem sehen, was für viele von uns das Highlight des Tages war. Wir machten sehr viele Fotos und bestaunten das unglaublich große und erstaunliche Wahrzeichen der Stadt.

Gegen Abend traten wir den Heimweg nach Longeau an.

Für uns alle war der Aufenthalt in Paris besonders spannend und beeindruckend, obwohl die Zeit viel zu schnell verging und wir gerne noch andere schöne Seiten der Stadt kennengelernt hätten.

Am nächsten Morgen hatten wir das letzte Mal Unterricht mit unseren Austauschpartnern. Es folgte der französischsprachige Spielfilm „Notre-Dame de Paris“, welcher die meisten von uns an die Grenzen unserer Französischkenntnisse brachte.

Wir aßen in der Schulkantine und machten uns danach an die Fertigstellung unserer Projekte. Einige Schüler hatten am Nachmittag noch Unterricht.

Um 19 Uhr begann der deutsch-französische Abend mit der Vorstellung der erarbeiteten Projekte in den Gruppen.

Wir erfuhren viel über die Seine, hörten uns wunderschöne Gedichte von berühmten französischen Dichtern an und berichteten über unsere Impressionen von Paris. Dabei sprachen die französischen Schüler auf Deutsch und die deutschen Schüler auf Französisch, wodurch der Wortschatz etwas erweitert und die Stimmung durch auftretende Fehler aufgelockert wurde.

Ab etwa 20 Uhr war das Buffet eröffnet und wir bedienten uns an den leckeren, selbstgemachten Speisen, welche unsere Gastfamilien zubereitet hatten.

Es herrschte eine gute und heitere Stimmung, es wurde viel gelacht und getanzt und sogar für Musik war gesorgt.

Gegen 23 Uhr neigte sich der Abend dem Ende zu und wir fuhren mit unseren Gastfamilien nach Hause.

Am Mittwochmorgen mussten wir leider Abschied nehmen.

Gegen 8 Uhr versammelten sich alle Gastfamilien mit ihren Gästen an der Schule in Longeau und verabschiedeten die deutschen Austauschschüler herzlich.

Um 8:30 Uhr mussten wir die wunderschöne Stadt Amiens verlassen und fuhren mit dem Bus in unsere Heimat Bielefeld zurück.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Austausch eine wunderbare, wertvolle und spannende Erfahrung für das Leben war.

Man lernte Menschen aus einer anderen Kultur kennen, passte sich an die Sitten und Normen in den Gastfamilien an und erweiterte durch die ständige Kommunikation in einer Fremdsprache den Wortschatz, was für die Schule von Vorteil ist. Trotz einiger Unterschiede, welche wir in der Zeit des Austausches wahrnehmen konnten, zum Beispiel der Lebens- und Essgewohnheiten und des Schulsystems, haben wir Mut bewiesen und uns an etwas Neues herangetraut.

Des Weiteren sind in vielen Fällen aus zunächst fremden Menschen wahre Freunde geworden, sodass der Abschied nicht ganz ohne Tränen verlief.

Wir haben die Zeit in Frankreich alle ziemlich genossen und auch das Wetter war herrlich, fast jeden Tag kam die Sonne heraus und so hatten wir die Möglichkeit, viel von Amiens zu erkunden.

Wir sind sehr froh, dass wir die Möglichkeit bekommen haben, diese Erfahrung mitzumachen und möchten uns bei der Schule in Longeau bedanken, dass sie uns herzlich aufgenommen und so einen Austausch möglich gemacht hat, welcher uns enorm geprägt hat.

von Vicky Wehmeyer

Von | 2017-05-14T13:02:00+00:00 12. Mai 2017|