Jahrgang 7: Hardehausen 2016

Am 9. Februar 2016 machten sich alle Klassen des siebten Jahrgangs mitsamt Klassen- und Religionslehrern für drei Tage auf den Weg zum ehemaligen Kloster in Harde-hausen, das nun vor allem Kindern und Jugendlichen als Bildungsstätte zur religiösen Orientierung dient.

Die diesjährige Fahrt stand unter dem Motto ,,Lebenswege’’; in den so genannten Stammgruppen haben sich die Schüler jeweils einen Halbtag getroffen, um sich vor allem mit dem Thema „Ich bin auf dem Weg“, seinem Selbstbild, der Vergangenheit und Plänen für die Zukunft auseinander zu setzen. Zu diesen Themen gab es außerdem Gottesdienste, die auch in größeren Gruppen das Nachdenken zugelassen haben. Durch Aufgaben in den bereits erwähnten Stamm-gruppen hatten die Schüler die Chance, Inspiration zu finden und ihre Fantasie anregen zu lassen.

Diese Chance wiederholte sich in den Projektgruppen, die jeder vorab frei auswählen konnte. In der Projektgruppe ,,Kreatives Schreiben’’ beispielsweise wurden unter der Leitung von Herr Ehinger skurrile Kurzgeschichten, persönliche Selbstbeschreibungen von ebenfalls selbst ausgedachten Figuren sowie humorvolle und abwechslungsreiche Werbeslogans verfasst. Doch auch an der frischen Luft wurde mit den Herren Gößling und Schulte-Nölle bei Wind und Wetter gewandert und mit Herr Decius „Orientierung und der Umgang mit Karte und Kompass“ gelernt. Den musikalischen Schülern wurden gemeinsames Musizieren und Singen mit Herrn Gunst und das Erlernen von Standard-tänzen unter der Leitung von Herrn Partmann angeboten. Bei letzterem wurde z.B. Discofox unter Berücksichtigung von Körperbalance und den zugehörigen, teilweise äußerst komplexen Bewegungen gelehrt und gelernt. Außer diesen Gruppen gab es noch die Projekte ,,Bücherbinden’’ (Frau Potthast) , ,,Herstellung von Gipsmasken’’ (Frau Pohlmann und Herr Jordan) und ,,Reportage’’ (Herr Ellermann), in der auch dieser Artikel entstanden ist. Bei all diesen Gruppen ließen sich Fähigkeiten erlernen, die den Schülern auch im späteren Leben weiterhelfen könnten.

Zudem hatten die Schüler in ihrer Freizeit die Möglichkeit, Gesellschaftsspiele wie z.B. Poker oder Werwolf zu spielen, was sowohl Lehrern als auch Schülern Spaß bereitete.

Die Organisation dieser Fahrt fand durch die Religionsfachschaften statt. „Trotz einiger Probleme, beispielsweise dem zu erwartenden schlechten Wetter, war die Planung relativ einfach“, so Frau Potthast, Religionslehrerin und eine der leitenden Organisatorinnen. ,,Es gab im Vorfeld keine Besonderheiten zu beachten, dennoch ist die Organisation jedes Jahr besonders, birgt aber auch neue Möglichkeiten.’’

Zusammenfassend lässt sich somit sagen, dass diese Fahrt nach Hardehausen gelungen und für Lehrer und Schüler erlebnis- und erfolgreich war. Auch im nächsten Jahr wird diese traditionelle Fahrt erneut stattfinden, die hoffentlich in Sachen Planung, Ausführung und Lernerfolg an die diesjährigen Tage der religiösen Orientierung anknüpft.

Text: Stella Finke (7d) Fotos: E.Ellermann

Hier gehts zu den Fotos:


Kurzberichte zu den verschiedenen Projekten:

Projekt „Kreatives Schreiben“

„Um eine solche  Gruppe zu leiten, braucht man nicht etwas Besonderes zu können. Denn im Prinzip werden nur Texte geschrieben.“ so Herr Ehinger. Diese hatten es allerdings auch in sich. Denn in dem Text musste man nicht nur darauf achten, in verschiedenen Perspektiven zu schreiben, sondern auch noch vorgegebene Fragen beantworten. Die Länge des Textes war aber frei wählbar. Auch das laute Vorlesen war kein Zwang. Die meisten haben Spaß am Schreiben und hatten deshalb das Projekt gewählt. Es gab aber auch viele, die das „verschiedene“ Schreiben sinnvoll für später finden und das Projekt deshalb wählten. Generell hat es aber allen viel Spaß gemacht!

Projekt „Wandern“

Herr Gößling und Herr Schulte-Nölle haben das Projekt Wandern geleitet, da sie auch privat gern wandern. Damit sich die Schüler zurechtfanden, benötigten sie aber nicht nur die wandererfahrenen Lehrer, sondern auch kleine Hilfsmittel wie Karten oder Körner (um Spuren zu hinterlassen). Es wurde bei jedem Wetter gewandert, sogar bei Schnee und Regen. Das machte den Wanderern aber nicht viel aus. Die meisten hatten das Projekt gewählt, da sie frische Luft mögen, beim Wandern viel Spaß haben und fit bleiben möchten.

Projekt „Tanzen“

Das Projekt Tanzen wurde von Herrn Partmann geleitet. Er brachte den Schülerinnen und Schülern auf lehrreiche Weise bei, wie man Cha-Cha-Cha, Discofox und Walzer richtig tanzt. Die Schülerinnen und Schüler   übten sie zunächst einzeln die ersten Grundschritte und konnten dann mit einem Partner ihrer Wahl die Tanzschritte einüben. Die meisten wählten das Projekt, da es ihnen Spaß macht zu tanzen und sie es für wichtig empfinden, da es später auch im Sportunterricht drankommt und sie es dann schon ein wenig können. Herr Partmann, der Leiter des Projektes Tanzen, hat 6-7 Jahre in einer Tanzschule tanzen gelernt und alle Prüfungen für bestimmte Tanzabzeichen erfolgreich absolviert.

Projekt „Bücher-binden“

Das Projekt Bücher-binden wurde von Frau Potthast geleitet; sie brachte ihnen auf einfach zu verstehende Weise bei, wie sie ihr „eigenes Buch“ binden können. Die Größe der Bücher ist so gut wie egal, aber eine Schülerin hatte sich vorgenommen, ein mindestens 100 Seiten dickes Buch zu machen. Frau Potthast zeigte ihnen, wie sie nähen und lochen sollten, und die Schüler hatten dann quasi die Aufgabe, ihr dies nachzutun. Am Ende durften die Schüler für das „Buch“ auch noch ihr eigenes Cover gestalten. Die Schüler haben das Projekt gewählt, da dies Kreativität birgt und man ein Andenken an die schöne Zeit in Hardehausen hat. Auf die Frage, wie sie es gelernt hätte, antwortete Frau Potthast, sie habe es sich selbst beigebracht. In der  gesamten Projektphase haben die Schüler jeweils nur ein Buch fertiggestellt, was bedeutet, dass die Arbeit daran sehr lange dauert hat.

Projekt „Gipsmasken“

Das Projekt Gipsmasken wurde von Frau Pohlmann und Herrn Jordan geleitet. Die Idee dazu kam von Frau Pohlmann, da sie vor mehreren Jahren etwas über die Herstellung von Gipsmasken gelesen hat.

In der Projektgruppe wurden zuerst Gipsabdrücke von Händen und anschließend auch von Gesichtern angefertigt. Die Herstellung der individuellen Gipsgesichter dauerte bis zu einer Stunde. Das dauerte wesentlich länger als bei den Gipshänden, da das Gesicht vorher noch durch eine Creme geschützt wurde; es ist empfindlicher und größer. Wirklich kompliziert war das ganze allerdings nicht, da man den zurechtgeschnittenen Gips nur in Wasser tauchen musste und dann immer wieder auf die Haut legen musste. Am Ende wurden die Masken auch noch kreativ gestaltet.

Hauptsächlich wurde das Projekt gewählt, da es Spaß macht, mit Gips zu arbeiten, kreativ zu sein und zusätzlich haben die kreativen Schülerauch noch ein schönes Andenken.

Projekt „Orientierung“

In der Gruppe Orientierung vermittelt Herr Decius den Kindern auf spielerische Weise, wie sie Karten lesen und sich im Wald orientieren können.

Am ersten Tag wurde in dieser Gruppe nur theoretisch gearbeitet, was die Kinder ziemlich langweilig fanden. Als es aber dann am zweiten Tag nach draußen ging, waren sie sofort Feuer und Flamme. Nach Meinung der Schüler ist das Kartenlesen nicht sehr kompliziert. Wenn sie das vorgegebene Ziel erreicht hatten, gab es natürlich auch eine Belohnung. Herr Decius hat sich das Karten lesen selbst beigebracht, weil er das im Urlaub gebrauchen kann, um sich in anderen Städten und Ländern zurecht zu finden.

Projekt „Musik“

Herr Gunst leitet das Projekt Musik. Er begleitete sie auf der Gitarre, während sie neue Lieder einübten. Einige Lieder wurden auch für den gemeinsamen Gottesdienst eingeübt. Beim Projekt sangen sie mehrsprachige und mehrstimmige Lieder und spielten Gesangsspiele. Sie mussten dafür kein Instrument außer ihrer Stimme spielen können.

Die meisten haben das Projekt gewählt, weil sie Musik interessant finden und es eine sehr schöne Freizeitbeschäftigung ist.

Texte und Fotos von: Anne Siebelhoff, David Summann, Emilija Illic, Can Cömertpay, Lukas Portmann, Fynn Streubel.

Von | 2017-02-02T15:25:08+00:00 16. Februar 2016|