Ende Januar, Anfang Februar machte sich der Latein GK Q2 von Frau Hock auf den weiten Weg in die „Ewige Stadt“, um sich auf die Spuren des augusteischen Roms, das in den letzten beiden Jahren im Zentrum des Unterrichts  stand, zu begeben.

Müde und skeptisch, welche Witterung uns erwarten wird, kamen wir bereits mittags an und konnten somit den Nachmittag für den Streifzug zum Petersdom nutzen. Auf dem Petersplatz angekommen, gerieten wir in einen unangenehmen Wolkenbruch, doch zum Glück war die Wartezeit am Petersdom nicht zu lang, so dass wir schnell -nach kurzen vorbereitenden Referaten- das Innere des Doms bestaunen konnten. Auch die Krippe, die , da ja offiziell noch Weihnachtszeit war, im Eingangsbereich aufgebaut war, wurde ausgiebig bestaunt und fotografiert. Der anschließende Marsch zur Engelsburg wurde dann leider wieder von heftigen Regenfällen begleitet, aber immerhin konnten wir die festliche Beleuchtung der Burg und ( im Rückblick) auch des Doms genießen.

Während also der erste Tag schlimmme Vorahnungen bezüglich der Witterung geweckt hatte (und die Nacht im Hotel auch recht kühl war), wurden wir am nächsten Morgen völlig überrascht: Bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen machten  wir uns in Richtung Centro Storico auf den Weg, bis wir vor dem Colosseum von einer wahren Naturgewalt in Empfang  genommen wurden: Gabi, unser deutsch-österreichischer Guide! Mit unglaublichem Temperament, hohem Sprechtempo, fundiertem Sachwissen und reichlich Traubenzucker führte sie uns durch das Colosseum, das Forum Romanum und durch die neu angelegten Gärten auf dem Palatin. Es gab in der Gruppe von 25 Schülern keinen, der nicht an ihren Lippen hing, auch weil man ihre praktischen Überlebenstipps für einen Rom-Aufenthalt nicht verpassen wollte! Nachmittags nutzten wir das gute Wetter für einen ausgedehnten Spaziergang von der Piazza di Spagna hinauf auf den Monte Pincio, um abschließend die Piazza del Popolo und die dazugehörige Kirche zu besichtigen. Hier mussten wir die kuriose Erfahrung machen, dass das Licht in der Kirche, in der wir 2 berühmte Werke Caravaggios bewundern wollten, erst nach der Zahlung von 3 Euro angeht!

Der nächte Tag stand im Zeichen der Kapitolinischen Museen, wo wir vieles in bildlicher Darstellung entdecken konnten, wovon wir vorher schon so oft im Unterricht gesprochen hatten: insbesondere die Livius-Lektüre  bereitete uns auf die Kapitolinische Wölfin, das Bild von der Grenzziehung durch Romulus oder von dem Raub der Sabinerinnen vor. Aber auch solche Klassiker wie der Dornauszieher oder die Kapitolinische Venus durften nicht fehlen. Gekrönt wurde durch der Tag durch ein gemeinsames Pizzaessen am Abend.

Am letzten Tag hatten wir noch die Gelegenheit, Augustus und der berühmten „Macht der Bilder“ (P. Zanker) nachzugehen, indem wir das Mausoleum des Augustus und die Ara Pacis besichtigten. Auch hier konnten wir unseren Unterricht (Livius- und Ovid-Lektüre) mit den Sehenswürdigkeiten verbinden.

Auch wenn der Rückflug recht strapaziös war und die Deutsche Bahn uns mitten in der Nacht in Hamm noch vor ein großes Problem stellte (das wir aufgrund der herausragenden Lauffähigkeiten von Schüler Florian Bochert jedoch lösen konnten) waren alle Beteiligten am Ende einig, dass sich auch zu dieser Jahreszeit eine Exkursion nach Rom immer lohnt und nirgendwo der Himmel so blau sein kann wie über der Urbs Aeterna!