Auftakt zur Kooperation mit der Hochschule Bielefeld: Zehntklässler starten Entrepreneurship-Projekt
Ungewöhnlich jung war es am Freitag, 23. Januar, im Hörsaal B3 der Hochschule Bielefeld (HSBI): Über 50 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 10 unserer Schule nahmen dort Platz. Der Besuch bildete den Auftakt zu einem mehrwöchigen Projekt im Wahlpflichtfach Wirtschaft, das unternehmerisches Denken fördern und Wirtschaft praxisnah erfahrbar machen soll.
Seit dem Schuljahr 2021/2022 können Gymnasien in Nordrhein-Westfalen das Fach Wirtschaft in der Jahrgangsstufe 10 anbieten. Einer der inhaltlichen Schwerpunkte ist die Unternehmensgründung (Entrepreneurship). In diesem Rahmen kooperiert Schule nun mit dem Center for Entrepreneurship (CFE) der Hochschule Bielefeld.
Unternehmerisches Denken aus erster Hand
Zum Projektstart erhielten die Schüler:innen eine Einführung in die Grundlagen der Unternehmensgründung. In einer Vorlesung stellten Prof. Dr. Tim Kampe und Prof. Dr. Ingo Ballschmieter vom CFE zentrale Aspekte des Gründens vor – von verschiedenen Gründungsformen über Chancen und Risiken bis hin zur Frage, welches „Mindset“ erfolgreiche Gründer:innen brauchen. In Diskussionsrunden und kurzen Arbeitsphasen konnten die Jugendlichen das neue Wissen direkt anwenden.
Anschließend stellte mit KoWiTec ein Startup aus dem Umfeld des CFE seine Geschäftsidee in Form eines Pitches vor. Dabei ging es ganz konkret darum, wie ein überzeugender Pitch aufgebaut ist, worauf es bei der Präsentation ankommt und wie man ein Publikum für eine Idee gewinnt.
Mehrwöchige Projektphase im Unterricht
In den kommenden Wochen arbeiten die Kurse an eigenen Geschäftsideen. Sie entwickeln Geschäftsmodelle, planen ihre Startups und bereiten Pitch-Präsentationen vor – „wie bei der Höhle der Löwen“. Begleitet werden sie dabei von ihren Lehrkräften sowie durch zielgerichtete Materialien.
Den Abschluss bildet im Frühjahr eine weitere Veranstaltung an der Hochschule Bielefeld. Dort präsentieren die Schüler:innen ihre Ideen vor einer Jury aus Vertretern des CFE, Gründern und ihren Lehrkräften.
Positive Eindrücke zum Start
Der erste Projekttag hinterließ bei vielen Schülerinnen und Schülern einen bleibenden Eindruck. Schülerin Marlena Terlutter (Marienschule der Ursulinen) resümiert:
„Der Start war schon mal ziemlich gut – nette Dozenten, helle großzügige Räume, gute Atmosphäre. Hier kann man sich wohlfühlen.“
Begleitet werden die Schülerinnen und Schüler während der gesamten Projektphase von ihren Lehrkräften Florian Grote und Hendrik Zilske, die die Inhalte im Unterricht weiter vertiefen.
Auch die Hochschule sieht in der Kooperation einen großen Mehrwert. Prof. Dr. Natalie Bartholomäus, Vizepräsidentin für Transfer und gesellschaftliche Wirkung der HSBI, betont die Bedeutung der frühen Förderung von Unternehmergeist. Ziel sei es, Theorie und Praxis sinnvoll zu verbinden und junge Menschen frühzeitig für wirtschaftliche Zusammenhänge und Gründungsideen zu sensibilisieren.
Mit der neuen Kooperation ist dafür ein wichtiger Grundstein gelegt – und vielleicht entstehen aus den Ideen der Schüler:innen ja eines Tages echte Startups.
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