Erläuterungen zu den in der Klimabahn ausgestellten Bildern der Kunstkurse des Jahrgangs Q1

Klara (17):
Mein Bild zeigt die Todsünde Gier, indem gezeigt wird, wie Menschen (Taucher) die Weltmeere für Profit und eigenes Interesse ausbeuten und damit zerstören. Die grauen Korallen, Netze und Müll zeigen diese Zerstörung. Die Fische zeigen die Ausbeutung.Der Chimär im Mittelpunkt des Bildes zeigt damit, dass er aus Mensch und Krake besteht, wie verbunden wir eigentlich mit dem Meer sind und wie wichtig sie für unser Überleben sind, vor allem wenn man bedenkt, dass über 50% des Sauerstoffs was für uns überlebenswichtig ist im Meer größtenteils von Korallenriffen produziert wird.
Angelika (18):
Man sieht eine Unterwasserwelt – aber keine schöne.
Tief unter der Oberfläche hat sich etwas verändert. Die Qualle ist kein zartes Wesen mehr — sie ist ein Monster aus Plastik. Die Fische verwandeln sich in Plastik — nicht durch Magie, sondern durch uns. Jahr für Jahr.
Und mittendrin, oben rechts in der Ecke, taucht eine Frau durch dieses Chaos. Sie filmt. Ruhig, präzise, ohne einzugreifen. Nicht um zu helfen. Sondern um es festzuhalten.
Wir wissen es. Wir sehen es. Wir dokumentieren es, vielleicht sprechen wir sogar darüber — aber wir tun nichts. Das ist für mich Gleichgültigkeit. Nicht Unwissenheit, sondern eine bewusste Entscheidung, nicht einzugreifen.
Bruegel hat die Todsünden als Monster dargestellt. Aber diese stille Zerstörung unter der Oberfläche — das ist keine Fantasie mehr. Das ist unsere Realität. Oder wird es bald sein.
Paula (18):
Habgier
Im Streben nach immer mehr Profit werden Natur und Menschen zu bloßen Ressourcen. Das Bild zeigt rauchende Fabriken, die sinnbildlich für eine zerstörerische Industrie stehen, während sich darunter der ausbeuterische Umgang mit der Welt in einem Berg von Reichtum und Abfall verdichtet. Es macht sichtbar, wie der Wunsch nach Gewinn ökologische Zerstörung und menschliches Leid zugleich hervorbringt.
Charlotte (17):
„Mein Bild zeigt die Todsünde Trägheit. Es kritisiert das wegschauen und nicht handeln der Menschen, im Bezug auf die Klimakrise. Insbesondere das Faultier steht für die Faulheit und das nicht handeln, während die überflutete Stadt die Klimakrise darstellt.“
Leni (17):
Meine Arbeit thematisiert die Todsünden Habgier und Völlerei als zerstörerische Kräfte unserer Konsumgesellschaft. Die Frau wird zur Sinnfigur eines endlosen Verlangens, das unaufhörlich neue Kleidung hervorbringt und zugleich vernichtet. Hinter dem aufgerissenen Kleiderschrank öffnet sich eine verwüstete Welt aus Müll und Fabriken, ein verborgenes Inferno der Produktion. Die in Paketen arbeitenden Kinder stehen für unsichtbare Ausbeutung, während die Dämonen die Szene als moralischen Abgrund entlarven, in dem Gier zur treibenden Macht wird.
Alicia (18):
In meiner Arbeit habe ich mich mit der Todsünde Trägheit beschäftigt. Die dargestellte Person sitzt passiv auf dem Bett, wirkt antriebslos und beschäftigt sich nur mit ihrem Handy.
Sie greift nicht in ihre Umgebung ein und zeigt kein Interesse daran, was um sie herum passiert.
Gleichzeitig thematisiert mein Bild Umweltverschmutzung und mangelnde Nachhaltigkeit. Überall liegt Müll, und durch das Fenster dringt eine Art Mülllawine in den Raum. Diese steht symbolisch für die Folgen von Konsum und Umweltzerstörung, die immer näher kommen und schließlich auch den eigenen Lebensraum betreffen.
Meine Bild zeigt, dass Trägheit dazu führt, dass sich Umweltprobleme weiter verschlimmern. Obwohl Handeln notwendig wäre, bleiben viele Menschen untätig und schauen nicht hin.
Mileen (18):
In meinem Bild habe ich mich mit der Todsünde der Völlerei auseinandergesetzt. Diese steht nach Bruegel für maßloses Konsumverhalten, insbesondere im Hinblick auf Essen und Trinken. Völlerei bedeutet dabei nicht nur, viel zu essen, sondern auch die fehlende Kontrolle über das eigene Verhalten und das ständige Verlangen nach mehr, obwohl es eigentlich nicht notwendig ist.
Auch heute ist das Thema noch sehr aktuell, da der unbegrenzte Zugang zu Lebensmittel bei uns für selbstverständlich gehalten wird und besonders ungesunde Lebensmittel in Massen konsumiert werden, ohne darauf zu achten, wie viel bereits gegessen wurde. Viele Menschen haben heutzutage den Bezug zu einem bewussten und nachhaltigen Konsum verloren und verstehn gar nicht, was hinter dem Produkt steht. Essen ist nicht mehr nur notwendig zum Überleben, sondern wird oft aus Gewohnheit, Langeweile oder Überfluss konsumiert.
Besonders wichtig ist mir jedoch die Kritik an der Fleischproduktion. Im Vordergrund sind verschiedene Fleischgerichte dargestellt. Damit möchte ich zeigen, wie selbstverständlich und gedankenlos Fleisch gegessen wird, ohne sich mit den Konsequenzen auseinanderzusetzen. Hinter dieser Darstellung stehen Probleme wie Massentierhaltung, bei der Tiere unter schlechten Bedingungen leben und sterben müssen. Für uns Menschen ist das Stück Fleisch nur ein kleiner Moment, während es für das Tier, ihr ganzes Leben bedeutet.
Der Rauch und die Fabriken sollen auf die Umweltverschmutzung hinweisen, die durch die industrielle Produktion entsteht. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der Sojaanbau, der größtenteils als Futtermittel für Tiere genutzt wird. Dafür werden große Flächen Regenwald gerodet, was nicht nur zur Zerstörung von Lebensräumen führt, sondern auch den Klimawandel verstärkt.
Insgesamt soll mein Bild verdeutlichen, dass Völlerei nicht nur ein persönliches Problem ist, sondern auch globale Konsequenzen hat. Für die Umwelt, die Tiere und letztendlich auch für uns Menschen selbst.
Hjordis (18)
In meinem Bild habe ich mich mit der Todsünde der Völlerei auseinandergesetzt. Diese steht nach Bruegel für maßloses Konsumverhalten, insbesondere im Hinblick auf Essen und Trinken. Völlerei bedeutet dabei nicht nur, viel zu essen, sondern auch die fehlende Kontrolle über das eigene Verhalten und das ständige Verlangen nach mehr, obwohl es eigentlich nicht notwendig ist.
Auch heute ist das Thema noch sehr aktuell, da der unbegrenzte Zugang zu Lebensmittel bei uns für selbstverständlich gehalten wird und besonders ungesunde Lebensmittel in Massen konsumiert werden, ohne darauf zu achten, wie viel bereits gegessen wurde. Viele Menschen haben heutzutage den Bezug zu einem bewussten und nachhaltigen Konsum verloren und verstehn gar nicht, was hinter dem Produkt steht. Essen ist nicht mehr nur notwendig zum Überleben, sondern wird oft aus Gewohnheit, Langeweile oder Überfluss konsumiert.
Besonders wichtig ist mir jedoch die Kritik an der Fleischproduktion. Im Vordergrund sind verschiedene Fleischgerichte dargestellt. Damit möchte ich zeigen, wie selbstverständlich und gedankenlos Fleisch gegessen wird, ohne sich mit den Konsequenzen auseinanderzusetzen. Hinter dieser Darstellung stehen Probleme wie Massentierhaltung, bei der Tiere unter schlechten Bedingungen leben und sterben müssen. Für uns Menschen ist das Stück Fleisch nur ein kleiner Moment, während es für das Tier, ihr ganzes Leben bedeutet.
Der Rauch und die Fabriken sollen auf die Umweltverschmutzung hinweisen, die durch die industrielle Produktion entsteht. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der Sojaanbau, der größtenteils als Futtermittel für Tiere genutzt wird. Dafür werden große Flächen Regenwald gerodet, was nicht nur zur Zerstörung von Lebensräumen führt, sondern auch den Klimawandel verstärkt.
Insgesamt soll mein Bild verdeutlichen, dass Völlerei nicht nur ein persönliches Problem ist, sondern auch globale Konsequenzen hat. Für die Umwelt, die Tiere und letztendlich auch für uns Menschen selbst.
Marie Beate (18)
In meinem Bild wollte ich mich mit dem Thema „Todsünden“ beschäftigen. Ich habe mir dabei besonders Gedanken gemacht, welche „Sünde“ heute die größte Gefahr für unsere Zukunft ist. Für mich ist das die Gier – die Gier nach Macht, Geld und Technik, aber auch nach immer mehr Verbrauch von Natur und Ressourcen.
In der Mitte sitzt ein Kind, das die Zukunft symbolisiert. Es sitzt auf trockenem, rissigem Boden, der an die Sahara erinnert. Damit wollte ich zeigen, dass unsere Zukunft langsam verdorrt, wenn wir so weitermachen wie bisher. Aus den Rissen im Boden werden nach vorne hin die Dächer großer Hochhäuser, unter denen Autos und Verkehr zu sehen sind. Das steht für unsere moderne Welt, die auf einem kaputten Fundament aufbaut.
Im Hintergrund sieht man Fabriken, aus denen Rauch in Form eines Totenkopfes aufsteigt. Das soll zeigen, dass unsere Lebensweise den Tod und die Zerstörung mit sich bringt – nicht nur für die Natur, sondern auch für uns selbst.
Auf der linken Seite steht ein schwarzer, nebelartiger Berg. Darauf sieht man einen Affen mit einem Stock, einen Menschen mit einer Waffe und einen Roboter mit einer Bombe. Diese drei Figuren zeigen die Entwicklung der Gewalt: von der Urzeit bis zur Zukunft, wo vielleicht Maschinen den Menschen ersetzen.
Von rechts kommt eine große Welle über das Bild – sie steht für die Umweltkatastrophen, die wir selbst verursachen. Im Wasser schwimmen Müll und tote Fische, und ein Eisbär auf einem kleinen Eisstück spiegelt sich als Skelett im Wasser. Damit will ich zeigen, dass selbst die letzten Reste der Natur schon sterben, während wir wegsehen.
Meine Motivation war, die Zerstörung unserer Erde und die Verantwortung des Menschen dafür darzustellen. Ich wollte, dass man beim Betrachten des Bildes nachdenkt – über das, was wir tun, und was davon bleibt. Das Kind in der Mitte ist dabei ein Hoffnungssymbol, aber auch eine Mahnung: Es sitzt mitten im Chaos und wartet darauf, dass wir uns endlich ändern.
Rune (18):
Habgier kennt keine Klasse. Inspiriert von Pieter Bruegels allegorischer Darstellung der Todsünde Avaritia zeigt dieses Werk zwei Gestalten – und doch nur ein Wesen: die Chimäre, halb Mensch, halb Tier, Sinnbild der zerrissenen menschlichen Natur. Der eine besitzt alles und will mehr. Der andere hat nichts – und trägt die Leere davon in den Knochen. Gier wohnt in beiden. Sie schafft keine Gewinner. Nur zwei Arten von Verlierern.
Lola (17):
In meinem Bild thematisiere ich die Todsünde Völlerei, die Chimäre aus Mensch und Rind gemalt, steht für den modernen Menschen, der maßlos konsumiert, ohne an die Folgen zu denken. Im Hintergrund zeigen die Stadt und die Rinder, wie Industrie und Massentierhaltung damit zusammenhängen. Ich möchte damit zeigen, dass übermäßiger Konsum und Gleichgültigkeit unsere Gesellschaft und Umwelt zerstören.
Jana (17):
Orientiert an den Werken von Pieter Bruegel habe ich mich künstlerisch mit den Themen Habgier und Geiz auseinandergesetzt. Das Bild thematisiert die zunehmende Gier nach Reichtum und materiellen Gütern, insbesondere bei bereits wohlhabenden Menschen. Dabei soll es kritisch auf die Problematik des übermäßigen Konsums aufmerksam machen und die negativen Folgen eines grenzenlosen Strebens nach Besitz verdeutlichen.
Lale (18):
Meine Arbeit thematisiert eindringlich die Folgen menschlicher Trägheit im Umgang mit der Umwelt. Im Zentrum steht ein Kreuzfahrtschiff als Symbol für Konsum, Luxus und gleichzeitige Umweltbelastung. Während an der Oberfläche gefeiert wird, zeigt sich unter Wasser die verdrängte Realität: Plastikmüll, zerstörte Lebensräume und leidende Meerestiere. Die scheinbare Leichtigkeit des Reisens kontrastiert stark mit den unsichtbaren Konsequenzen, die langfristig Natur und zukünftige Generationen betreffen.
Besonders hervorgehoben wird der Gegensatz zwischen äußerem Schein und innerer Wahrheit. Menschen inszenieren sich als glücklich und unbeschwert, doch hinter der Fassade stehen Leere, Abhängigkeit und Ignoranz gegenüber den eigenen Handlungen. Die dargestellten, teils dämonisch wirkenden Müllobjekte verdeutlichen, dass Umweltverschmutzung nicht nur ein physisches, sondern auch ein moralisches Problem ist – geschaffen durch menschliche Bequemlichkeit und Verantwortungslosigkeit.
Zugleich kritisiert die Skizze das Ungleichgewicht zwischen den Generationen: Während die ältere Generation maßgeblich zur aktuellen Situation beigetragen hat, tragen jüngere Menschen und Tiere die Konsequenzen, oft ohne die Möglichkeit, aktiv gegenzusteuern. Die Arbeit versteht sich daher als Mahnung, bestehende Verhaltensmuster zu hinterfragen und die eigene Rolle im globalen Ökosystem bewusster wahrzunehmen.
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