Von Bielefeld nach Lublin und Warschau – Begegnungen, Gastfreundschaft und gemeinsame Erfahrungen (12.9.-19.9.26)

Zum ersten Mal nach der Corona-Pandemie und dem Beginn des Ukraine-Krieges ist wieder eine Schülergruppe aus 15 Schülerinnen und Schülern der Jahrgänge Q1 und Q2 der Marienschule zu unserer Partnerschule, dem Stanislaw-Kostka-Lyzeum in Lublin, gefahren. Dabei lebten die deutschen Schülerinnen und Schüler bei ihren polnischen Gastschülerinnen und Gastschülern und deren Familien und konnten polnischen Schul- und Familienalltag hautnah erleben. Unterstützt wurde die Begegnung vom deutsch-polnischen Jugendwerk.

Schon die Begrüßung am Bahnhof nach der etwa zwölfstündigen Fahrt fiel sehr herzlich aus. Beim gemeinsamen Gottesdienst in der Kathedrale am Sonntag berichteten die Schülerinnen und Schüler von der großen Gastfreundschaft ihrer polnischen Gastfamilien und freuten sich auf einen Tag voller gemeinsamer Unternehmungen.

Am Montag, dem 14. September, trafen wir uns dann zum ersten Mal gemeinsam in der polnischen Partnerschule. Nach einer herzlichen Begrüßung und einer Schulführung standen zunächst verschiedene Integrationsspiele auf dem Programm. So konnten sich die Schülerinnen und Schüler noch besser kennenlernen und erste Berührungsängste schnell überwinden. Anschließend erhielten die deutschen Gäste einen Einblick in den polnischen Schulalltag und besuchten gemeinsam mit ihren polnischen Austauschpartnern den Unterricht.

Ein wichtiger Bestandteil des Austauschs war die gemeinsame Projektarbeit unter dem Motto „Von Hauptstadt zu Hauptstadt: kennenlernen – verstehen – reflektieren“. Nachdem sich die Gruppe im letzten Jahr in Bielefeld getroffen hatte und sich (auch verbunden mit einer Exkursion) mit der Geschichte Berlins auseinandergesetzt hatte, stand bei der diesjährigen Begegnung Warschau im Mittelpunkt. In internationalen Gruppen beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit der polnischen Hauptstadt und ihrer Geschichte. Unter dem Titel „Warschau für Jugendliche“ beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit der polnischen Hauptstadt und bereiteten weitere Inhalte für die gemeinsame Arbeit vor. Am Nachmittag besuchte die Gruppen gemeinsam die Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers Majdanek. Der Besuch bot die Möglichkeit, sich gemeinsam mit einem besonders schwierigen Kapitel der deutsch-polnischen Geschichte auseinanderzusetzen, der Opfer zu gedenken und über die Bedeutung von Erinnerung und Verantwortung nachzudenken. Gerade im Rahmen eines deutsch-polnischen Austauschs war dieser gemeinsame Besuch ein wichtiger und eindrücklicher Bestandteil der Woche.

Am Donnerstag hieß es dann: Koffer packen und auf nach Warschau! Nach der Ankunft stand zunächst die Besichtigung des Königsschlosses auf dem Programm. Anschließend erkundeten die Schülerinnen und Schüler bei einer großen Stadtführung weitere Sehenswürdigkeiten Warschaus. Am Freitag ging es nach Wilanów, der Sommerresidenz der polnischen Könige, wo die Schülerinnen und Schüler zunächst an einem Workshop zum historischen Tanz und Kostümen teilnahmen. Anschließend besichtigten sie die ehemalige Sommerresidenz. Danach führte der Weg zurück ins Zentrum, wo die Jugendlichen einen umfassenden Blick über die Stadt vom Kulturpalast genießen konnten.

Natürlich kam auch die gemeinsame Freizeit nicht zu kurz. Neben dem offiziellen Programm verbrachten die Jugendlichen viel Zeit miteinander, lernten ihre Austauschpartner und deren Freundeskreis kennen und sammelten zahlreiche gemeinsame Erlebnisse.

Am Samstag hieß es schließlich Abschied nehmen, beide Gruppen machten sich auf den Weg zurück. Eine Woche voller Begegnungen, neuer Eindrücke, historischer Erfahrungen, gemeinsamer Arbeit und vor allem vieler gemeinsamer Momente ging damit zu Ende.

Wir nehmen viele schöne Erinnerungen aus Lublin und Warschau mit und freuen uns schon jetzt auf die nächste Begegnung mit unseren polnischen Freunden!

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