„Auf DEINE STIMME KOMMT es AN!“ – Lektorenkurs für Jugendliche an der MdU

Für einen ganzen Tag tauschten 34 Jugendliche aus Bielefeld die Schultasche gegen Bibel und Lektionar. An der Marienschule fand zum zweiten Mal der Lektorenkurs „Auf DEINE STIMME KOMMT es AN!“ statt.

Der Kurs, der über die Projektstelle Kirche und Schule im Dekanat Bielefeld-Lippe von Frau Brunke organisiert worden war, bildete ein Projektangebot im Rahmen der Firmvorbereitung im Pastoralverbund Bielefeld Mitte-Nord-West und der Pfarrei St. Elisabeth. Er richtete sich aber auch an andere Jugendliche, die sich schon als Ministrantinnen und Ministranten in den Gemeinden engagieren oder sich vorstellen können, den Lektorendienst in Schul- und Gemeindegottesdiensten zu übernehmen.

Als Lektorin oder Lektor Gottes Wort bei den Menschen als „Wort des lebendigen Gottes“ zu verkünden – das ist eine wirklich anspruchsvolle Aufgabe! Die Kirche selbst beschreibt den Lektorendienst schließlich so: „Wann immer in der Kirche die Heilige Schrift gelesen wird, spricht Gott selbst zu seinem Volk“ (Römisches Messbuch, Allgemeine Einführung). Es gehört also schon mehr dazu, als einen Bibeltext nur vorzulesen.

Auf diese Aufgabe der Verkündigung wurden die Jugendlichen durch den Dramaturgen und Regisseur Dr. Bernward Konermann (www.gottesdienstwerkstatt.eu) vorbereitet. In vielen – auch ungewöhnlichen und teilweise sicherlich auch herausfordernden – Übungen ging es zunächst darum, ein Bewusstsein für die verschiedenen Ausdrucksformen von Körper und Stimme zu bekommen. Manche Tipps waren dabei natürlich auch für den Schulalltag, z. B. für ein selbstbewusstes Präsentieren von Referaten, sehr nützlich.

Für eine lebendige Verkündigung innerhalb der Liturgie ist es darüber hinaus besonders wichtig, einen persönlichen Bezug zu den biblischen Texten aufzubauen, sie mit eigenen Vorstellungen und Erfahrungen zu verknüpfen. Dabei hilft es bereits, sich zu fragen: „Was ist das Lieblingsessen von Paulus?“ oder „Wie sehen die Augen von Jesaja aus, wenn er „Gott“ sagt?“ Durch solche Imaginationen im Kopf des Lektors oder der Lektorin können die toten Buchstaben für die Zuhörerinnen und Zuhörer zu lebendigen Worten werden. Auf diese Weise kann eine Begegnung zwischen Gott und Mensch ermöglicht werden.

Am Ende konnten alle auf einen abwechslungsreichen und unterhaltsamen Tag zurückschauen und sind nun gut gewappnet für die neue Aufgabe!

Text und Fotos von: Christina Brunke

Von |2018-09-23T11:47:11+00:0019. September 2018|