Montag:
Wir stehen alle voller Vorfreude und freudiger Erwartung am Hauptbahnhof in Bielefeld, es ist 13:30, jeder mit einer Rose bewaffnet und bereit unsere lang erwarteten Austauschschüler aus Russland zu empfangen. Jene kamen uns auch wenig später freudestrahlend, aber auch erschöpft entgegen. Ab hier ging alles ziemlich schnell, alle nahmen ihre zugeteilten Austauschschüler mit nach Hause. Da diese eine lange und beschwerliche Reise hinter sich hatten, war ihnen die Erschöpfung in das Gesicht geschrieben, daheim gab es erst einmal eine schöne, warme Mahlzeit. Es wurden wunderschöne Geschenke übergeben und viel geredet.

Dienstag:
Nach einer erholsamen Nacht machten wir uns alle am Morgen auf den Weg zur Schule, wo unsere Austauschschüler eine spannende Führung durch unsere Schule bekamen. Anschließend trafen wir alle zusammen, um unser Projekt zu starten. Während der Projektzeit lernten wir alles rund um die Hanse. Nach diesem Einstieg in das Projekt machten wir uns auf den Weg zur Sparrenburg, unsere Gäste schossen begeistert Fotos, und gemeinsam erklommen wir die Sparrenburg und genossen den Ausblick über unsere Stadt. Wir hatten sehr viel Glück mit dem Wetter, so verbrachten wir den restlichen sonnigen Tag mit unseren Austauschschülern, 60 Meter über Bielefeld.

Mittwoch:
Wir arbeiteten wieder zusammen an unserem Projekt, inzwischen hatten wir schon sehr viel zu diesem Thema gemacht und waren dabei eine informative Präsentation zu erstellen. Nun kamen wir zu unserem nächsten Programmpunkt, dem Besuch auf dem sowjetischen Ehrenfriedhof in Stukenbrock. Dort legten wir Blumen nieder und besprachen die geschichtlichen Hintergründe. Dieser Programmpunkt stimmte uns alle sehr nachdenklich und wir redeten lange darüber.

Donnerstag:
Nachdem wir die Projektarbeit weitergeführt hatten, hatten wir den restlichen Tag zur freien Verfügung. Wir freuten uns alle sehr auf diesen Tag, da wir unseren Gästen unbedingt alles zeigen wollten. Jeder hatte etwas anderes geplant, manche gingen shoppen in der Innenstadt, andere besuchten einen Zirkus oder ein Schwimmbad.

Freitag:
Freitag  begann der spannendste Teil unseres Projektes, wir waren alle extrem aufgeregt. Pünktlich um 7:30 saßen wir alle in dem Bus, der uns direkt nach Hamburg fuhr, und eh wir uns versahen, waren wir auch schon in Hamburg. Ein paar Schritte, Gruppenfotos und Straßen weiter bestiegen wir eine wunderschöne Barkasse. Mit diesem Boot machten wir eine Hafenrundfahrt und bekamen einen atemberaubenden Ausblick auf die Elbphilharmonie und die verschiedenen Häfen. Die besagte Elbphilharmonie durften wir ein wenig später sogar besichtigen, wir waren alle überrascht von der Schönheit dieses Gebäudes. Leider mussten wir dieses tolle Gebäude ein wenig später wieder verlassen, denn wir hatten noch viel vor.  Nach einer anschließenden Shoppingtour begaben wir uns wieder zurück zu unserem Reisebus, so ging es weiter nach Lübeck, als wir dort ankamen begaben wir uns sehr zeitnah zu Bett, da wir alle sehr müde waren, von diesen vielen Eindrücken.

Samstag:
An diesem Tag war eine Stadtführung geplant, wir waren alle etwas skeptisch, doch die Führung war sehr interessant und sogar lustig. Wir besichtigten das Holstentor und erfuhren sehr viel über die Geschichte Lübecks und über die Hanse. Die Stadttour endete am Hansemuseum. Die Besichtigung war sehr lehrreich und das Museum war so gestaltet, dass man alles hautnah miterleben konnte und sich sehr gut in diese Zeit reinversetzen konnte.

Sonntag:
Zurück in Bielefeld brach unser Familientag mit unseren Gästen an. Manche fuhren an diesem Tag mit ihrem Gast zu einem Zoo, andere machten Wanderungen oder besuchten die Eisbahn.

Montag:
Nun sind wir leider schon am vorletzten Tag dieses Austausches angelangt. Wir stellten unsere letzten Präsentationen vor und beendeten somit unser Projekt. Am Abend trafen wir alle in der Schule zusammen und nahmen an einem schönen Gottesdienst teil. Dieser war zweisprachig und sogar mit einer besonderen Gesangseinlage versehen. Danach begann ein sehr gemütlicher und emotionaler Abschlussabend mit Gesang und Tanz, es flossen viele Tränen und es wurden Abschiedsgeschenke verteilt.

Dienstag:
Dienstag war der Abreisetag unserer geliebten Gäste, sie sind uns alle unfassbar ans Herz gewachsen. Aus Gästen sind Freunde fürs Leben geworden. Nach einem tränenreichen Abschied saßen unsere russischen Freunde in ihrem Zug nach Hause. Das war das Ende dieses wundervollen Projektes.

Dieser Beitrag wurde von Amelie Schulte (Jahrgang EF) verfasst.

Von Published On: 30. September 2018Kategorien: Austausch, NovgorodSchlagwörter: ,