Insgesamt 15 Schülerinnen und Schüler der NaWi-Kurse (Astronomie) der 8. und 9. Jahrgänge konnten an dem großartigen Projekt „Stratoflights“ teilnehmen. Dieses Projekt fand als Online-Veranstaltung am 17.5., 19.5. und 26.5.2021 unter der Leitung von Marcel Dierig und seinen zwei Mitgründern statt. Wir haben in diesem Projekt eine Sonde mit Kameras und ausgewählten Experimenten, die an einem Heliumballon befestigt waren, in die Stratosphäre geschickt. Die Sonde hat Marcel Dierig nach unseren Plänen gebaut: wir haben zu Hause die Maße ausgerechnet und die Lage von zwei Kameras bestimmt. Außerdem haben wir uns mit möglichen Risiken sowie Gefahren des Fluges beschäftigt. Unsere Sonde ist durch einen riesigen Wetterballon, welcher mit Helium gefüllt war, in Bad Pyrmont gestartet. Sie ist ungefähr 37 Kilometer hoch, bis in die Stratosphäre, geflogen und ein paar Kilometer von unserem Startpunkt entfernt nach 3-4 Stunden Flug glücklicherweise in einem Feld gelandet.

Während des Fluges liefen die zwei Kameras, eine war auf den Horizont und unsere Experimente gerichtet und die zweite auf die Erde. Durch einen Datenlogger haben wir beispielsweise die Temperatur aufzeichnen können, den Druck und die Windgeschwindigkeit. Zwei GPS- Geräte waren auch an Bord – wie hätten wir unsere Sonde sonst wiederfinden können? Nachdem der Wetterballon geplatzt ist, hat sich die Sonde mit einem Fallschirm auf den Weg zurück zu Erde gemacht. Leider sind in dem Moment in dem der Fallschirm sich öffnete, unsere Experimente abgebrochen und verloren gegangen. Nach der Landung haben wir über ein Online Meeting Marcel Dierig und das Stratoflights-Team zu dem Landeplatz navigiert, um die Sonde zu bergen.

Ein paar Tage später haben wir uns noch einmal über ein Online Meeting getroffen. Wir werteten den Datenlogger aus, sahen uns die Daten in Koordinatensystemen an und verglichen sie mit unseren vorher aufgestellten Vermutungen, welche wir vor dem Start notiert hatten. Anschließend sahen wir uns alle die spektakulären Video-Aufnahmen an.

Wir hatten außerordentlich Glück mit dem Wetter: durch den kaum vorhandenen Wind sind unsere Video-Aufnahmen besonders ruhig und klar geworden. Beim Anschauen haben wir verschiedene Wolkendecken beobachten können und unsere Erde immer kleiner werden sehen. Das tolle war, dass wir nicht nur einen Blick auf den Horizont hatten, sondern auch einen auf die Erde. So konnten wir nicht nur ganz Deutschland, sondern auch viele Teile anderer Länder sehen, unter anderem auch Städte wie Paris, London, Bern, Kopenhagen, Amsterdam und Prag. Uns hat das Projekt sehr gut gefallen, es war vielfältig gestaltet und immer interessant. Die Aufnahmen sind fantastisch geworden und unter der großartigen Leitung des Stratoflights-Teams, hatten wir bei der Organisation und bei der Auswertung viel Spaß!

Vielen Dank an den Verein experiMINT e.V. und Frau Dr. Heinemann, die uns die Teilnahme an diesem Projekt ermöglicht haben und vielen Dank an das Team von Stratflights, welches uns so engagiert etwas Neues beibringen wollte!

Text: Emily B. und Antonia K. (beide Jg. 9) – Bilder: Stratoflights